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Wie alles begann

Wir schreiben den 28. Juli 1912. Es ist ein heißer Sommertag im beliebten Ostseebad Binz auf Rügen.
Auf der Seebrücke herrscht reges Treiben. Auch am Abend flanieren noch hunderte Menschen über die Promenade und auch über die Seebrücke. Sie beobachten die Passagierdampfer, die an- und ablegen, oder schauen hinüber zu den Kriegsschiffen der kaiserlichen Marine, die etwas abseits vor Anker liegen.
Gegen 18:30 Uhr kommt es zur Katastrophe. Während das Passagierschiff "Kronprinz Wilhelm" anlegt, gibt ein Querbalken der hölzernen Seebrücke unter der Last von hunderten Menschen nach und die Seebrücke stürzt ein. 70 bis 80 Menschen, so berichtet später das "Rügensche Kreis- und Anzeigeblatt", stürzen ins Meer. 

Es sind furchtbare Szenen, die sich abspielen: Menschen treiben hilflos im Wasser, kämpfen um ihr Leben. Im Jahre 1912 sind schätzungsweise nur etwa 2-3% der Bevölkerung im Kaiserreich in der Lage, zu schwimmen. Jährlich ertrinken rund 5000 Menschen
Die Besatzung der "Kronprinz Wilhelm" wirft Rettungsringe und Leinen zu den Ertrinkenden und versucht, sie mit langen Stangen aus dem Wasser zu fischen. Viele schauen hilflos zu. Nur nicht Richard Römer. Der Soldat der Kaiserlichen Garde hält sich gerade ohne Urlaubsgenehmigung in Binz auf. Er wird Zeuge des Unglücks und handelt. Er kann zwar schwimmen, jedoch weiß er nicht, wie man Menschen aus dem Wasser rettet.
Um von den Ertrinkenden nicht selbst unter Wasser gedrückt zu werden, taucht er unter ihnen hindurch und drück sie zu den eingestürzten Balken, wo andere Helfer sie aus dem Wasser holen. Zwölf Menschen kann Römer so vor dem Tod bewahren, bevor er selbst fast ertrinkt und gerettet werden muss.

Zwölf Menschen rettet Richard Römer, weitere werden von den Besatzungen der Marineschiffe gerettet und durch Militärärzte versorgt. Doch für 14 Menschen - acht Frauen, vier Männer und zwei Kinder - kommt jede Hilfe zu spät. Sie ertrinken in der sechs Meter tiefen Nordsee. Zwei weitere Frauen sterben zwei Tage später an den Folgen.

Für seinen Mut erhält Richard Römer im Frühjahr 1913 die Rettungsmedaille am Bande, verliehen von Kaiser Wilhelm II. 

Die Folgen

Am 19. Oktober 1913. nur knapp ein Jahr später, später gründete sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Hotel "De Prusse" in Leipzig. Schon zu ihrer Gründung zählte die DLRG über 400 Mitglieder.

Heute, im Jahr 2026, ist die DLRG mit rund 1,9 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation weltweit. Über 44.000 Ausbilderinnen und Ausbilder stehen Woche für Woche an den Beckenrändern, um Kindern und Erwachsenen das Schwimmen beizubringen, und sie im Schwimmen und Rettungsschwimmen fortzubilden. Knapp 55.000 Einsatzkräfte sorgen im Wachdienst, in Schnelleinsatzgruppen und im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz für Sicherheit. Und all das ehrenamtlich!

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